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Was ist das Risiko von Inkompatibilitäten?

Eine Inkompatibilität  – also eine Unverträglichkeit zwischen zwei oder mehr Komponenten des Gemischs – kann zu einer potentiellen Gefährdung des Patienten durch die Injektion von Mikrokristallen bzw. Präzipitaten oder schädlichen Reaktionsprodukten führen.  Außerdem kann es zu einer Wirkminderung bzw. sogar zu einem vollständigen Wirkungsverlust der verwendeten Arzneistoffe kommen. Mögliche Folgen sind Komplikationen durch Partikel, eine schwierige Symptomkontrolle, unnötig hohe Volumina und höhere Kosten.

Es gibt sowohl chemische, als auch physikalische Inkompatibilitäten. Beteiligte Komponenten können alle Stoffe und Substanzen sein, die im Verlauf der Infusion miteinander in Kontakt kommen. Neben den eigentlichen Arzneistoffen können demnach auch Hilfsstoffe, Trägerlösung, aber auch das Pumpen- und Schlauchmaterial an Inkompatibilitäten beteiligt sein. Äußere Faktoren wie Licht, Temperatur, Sauerstoff und Kontaktzeit können ebenfalls eine Rolle spielen.

Wann kommt es zu Inkompatibilitäten?

Wann es zu Inkompatibilitäten kommt, ist oftmals schwer vorherzusagen. Wichtige Faktoren sind die chemischen Eigenschaften der verwendeten Substanzen. So können große pH-Unterschiede, schlechte Wasserlöslichkeit  oder bestimmte Gegenionen wichtige Anhaltspunkte für eine zu erwartende Inkompatibilität geben.

Sind rechtliche Aspekte zu berĂĽcksichtigen?

Neben der Arzneimitteltherapiesicherheit sind allerdings auch rechtliche Aspekte zu bedenken. Ist das Mischen von zwei und mehr Substanzen nicht im Rahmen der Zulassung für die Anwendung am Patienten vorgesehen, handelt es sich sowohl um einen Off-Label Use – die Verwendung außerhalb der Zulassung – als auch um die Herstellung eines neuen Arzneimittels.

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